unruhige Nacht und Investigationsprüfungsvorbereitung

Der Tag heute fing mit einem Schrecken an, da es in der Nacht im Camp etwas unruhig zugegangen ist und es mehrere Schlägereien und einen Polizeieinsatz gegeben hatte. Daraufhin mussten sich alle ankommenden Leute ausweisen. Es ging aber eher um die Freiwilligen, als um die Geflüchteten selbst, da diese meist auch ohne das Vorweisen von Ausweisen durch die Kontrollen kamen. Dass es sich hierbei in erster Linie um Schikane handelte, lässt sich daran erkennen, dass die vor dem Haupttor stehende Polizei sich in der Nacht eine Stunde lang weigerte, das Gelände zu betreten um beim Schlichten der Handgreiflichkeiten zu helfen, aber heute Nachmittag kein Problem damit hatte, schwer bewaffnet durch das Camp zu marschieren und einzelne Shelter zu kontrollieren. Auch vor den Toren und auf den Straßen der Umgebung zeigten sie im Laufe des Tages eine hohe Präsenz. Nach ausgiebigen Begutachtungen unserer Pässe und mal wieder einer kurzen Schicht am Kreisel ging unser Tag weiter mit der Verteilung von Kisten mit Lebensmitteln, die von einer Kirchengemeinde aus den USA finanziert wurde.
Da am Freitag außerdem die bereits erwähnte staatliche Bundesschutz-Inspektion stattfindet, waren heute eine Menge Freiwillige damit beschäftigt, Feuermelder zusammen zu bauen und in den Hütten anzubringen. Dies war aber nicht allzu sinnvoll, weil die Feuermelder schon anspringen, wenn man nur neben ihnen ausatmet und die Batterien ohnehin vermutlich schon bald wieder ausgebaut sein werden.
Die Freiwilligen hätten in dieser Zeit also stattdessen auch sinnvollere und dringendere Aufgaben erledigen können aber da es sich um staatliche Auflagen handelt blieb uns nichts anderes übrig.
Da der Großteil unserer Gruppe im Laufe der letzten Tage nach und nach abgereist ist, sind nur noch Wiebke und Jojo vor Ort, die sich noch auf ein paar produktive und unkomplizierte Tage freuen.


So waren wir unterwegs um die gepackten Kisten mit trockenen Lebensmitteln zum kochen an jedem Shelter zu verteilen.


Die Bewohner*innen sind auch stetig dabei kreativ ihre Wohnbedingungen zu verbessern. Hier ein Esstisch