Der Alltag

Vielleicht interessiert ja einige von euch, wie unser inzwischen eingespielter Tagesablauf so aussieht.
Zwischen sechs und sieben hiefen wir uns aus unseren Betten in unserem mobile home Container, trinken den ersten Kaffee des Tages und machen uns nach einem müden Frühstück auf den halbstündigen Weg ins Camp, wo wir so gegen acht / halb neun ankommen. Da zu dem Zeitpunkt erst wenige Refugees auf den Beinen, aber schon einige Freiwillige motiviert sind, wird erstmal eine Runde Müll gesammelt und versucht den Tag und die anstehenden Arbeiten zu organisieren. Meist haben wir uns schon am Abend eine ungefähre Aufgabe für den Tag gesucht- wie z.B. das Umsiedeln von Gruppen und Familien oder nun das Bauen von Erweiterungen. Mit der / den jeweiligen Aufgaben verbringen wir dann den Tag. Dabei fällt immer wieder noch neuer Kram an, wie zum Beispiel Schilder bemalen, einkaufen (gut, dass das große Einkaufszentrum direkt um die Ecke ist), neu ankommende Menschen an die richtigen Orte bringen…
Zwischendurch schaffen wir es inzwischen ganz gut uns ein Mittagessen von einer der Essensausgaben zu organisieren und den ein oder anderen Tee zu trinken, wozu wir oft von neuen Freunden und Freundinnen aus dem Camp eingeladen werden, um einen kleinen Schwatz zu halten.
Zwischen acht und zehn am Abend suchen wir dann noch Menschen, die in unsere Richtung müssen und fahren dann Heim. Dort wird noch schnell etwas gekocht, ein Blogeintrag geschrieben und dann fallen wir tot ins Bett. (Aber tatsächlich duscht sogar manchmal noch jemand zwischendurch! ;) )